Frauenquote JETZT oder Wird die ThyssenKrupp AG umbenannt in die TussenKrupp AG?

Bei dem WDR 5 Interview von heute Nachmittag mit Fragen an Ralph Labonte, Personalvorstand der ThyssenKrupp AG kam heraus, dass die Industrie sich erst einmal etliche Jahre vorbereiten musste auf die Aufnahme von Frauen in den höher dotierten Berufssparten: Er schaue gerade auf ein wunderschönes Gebäude, das er morgen einweihen werde und was wesentlich dazu beitragen wird, dass mehr Frauen teilhaben können (an Macht und Erfolg und vielleicht auch weiteres Gelingen der ThyssenKrupp AG). Das Gebäude ist nicht etwa ein größeres, komfortableres Damen-WC (es wäre zu vermuten, dass es so etwas bis dato wegen der geringen Präsenz der Frauen in dem Bereich lediglich für die Besucherinnen gab) oder ein Fitnesscenter um es den Frauen trotz Überstunden und Stress schmackhaft zu machen in einem verstaubten Unternehmen anzufangen- nein es ist ein Kindergarten. Nun können also die Frauen kommen, da sie endlich die Möglichkeit haben, beides unter einen Hut zu bekommen. Wo hat Herr Labonte sein Frauenbild her? Scheinbar kennt er grundsätzlich nur Frauen, die nichts als (natürlich ihre) Kinder im Kopf haben und untrennbar mit diesen – anders als die Männer, die bereits bei ihm arbeiten – verwachsen sind, so dass sie nur bei ihm arbeiten können, wenn (ihre) Kinder in unmittelbarer Nähe verwahrt werden. Für die Männer wäre diese Anschaffung ja nicht notwendig, haben diese doch entweder keine Kinder (?) oder immer eine Frau zu hause, die diese umsorgt. Etwas erstaunt und amüsiert träume ich dem Moment nach, in dem ich tatsächlich mit Spannung auf die Erläuterung des Sinns des schönen Gebäudes wartete, was extra für die Frauen gebaut wurde und mir alles Mögliche vorstellte, nur keinen Kindergarten…